Psoriasis


Was ist das?


Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine sehr häufig vorkommende Hauterkrankung: Etwa 1-3% der Bevölkerung sind davon betroffen. Da sich die Krankheit sichtbar auf der Hautoberfläche abspielt, kann das für die Betroffenen zu großer seelischer Belastung führen.

Bei einer Psoriasis ist die Zeit, in der die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) an die Hautoberfläche "wandern", um das 7-10fache im Vergleich mit der gesunden Haut verkürzt. Während sich die Haut eines gesunden Menschen innerhalb von ca. 26-27 Tagen erneuert, dauert dieser Vorgang bei Psoriatikern nur 6-7 Tage. Der deutsche Name "Schuppenflechte" weist damit auf das typische Erscheinungsbild hin, welches als Folge dieser Fehlfunktion entsteht: Schuppen auf entzündlich geröteter Haut. Die meist scharf begrenzten roten Flecken mit silberweißer Schuppung können grundsätzlich am ganzen Körper entstehen. Am häufigsten zeigen sie sich jedoch an den Streckseiten der Gelenke (Ellbogen und Knie).

 

Für die Psoriasis ist ein schubweiser Verlauf charakteristisch: Phasen, in denen die Ausprägung der Erkrankung zunimmt, wechseln mit Phasen der Besserung oder sogar der Beschwerdefreiheit ab.

 

Wie kommt es zur Psoriasis?

 

Wir wissen heute, dass eine geerbte Veranlagung die Grundlage für das Auftreten von Psoriasis ist. Dabei reicht die Erbanlage allein nicht aus, um die Krankheit auszulösen. Erst wenn weitere äußere Faktoren (z.B. Verletzungen, Reibung, Infektionskrankheiten) und/oder innere (z.B. Psyche, Stress, Alkohol, Medikamente) hinzukommen, kommt die Psoriasis zum Ausbruch. Welche Faktoren jeweils als Auslöser dienen, ist individuell von Patient zu Patient verschieden.

Wichtig: Es ist unbestritten, dass die Psoriasis nicht ansteckend ist.

 

Die Behandlung der Psoriasis

 

Obwohl die Behandlung der Psoriasis in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht hat, ist eine endgültige Beseitigung der Ursache der Krankheit nicht möglich, da sie im Erbgut "verankert" ist. Dennoch kann eine gezielte Behandlung dazu beitragen, dass sich der Hautzustand deutlich verbessert und in den meisten Fällen zur Abheilung der Psoriasisherde führt. Zur Auswahl der für sie besonders geeigneten Behandlungsmethode sollten sie unbedingt Ihren Hautarzt befragen. Für den Therapieerfolg ist es sehr wichtig, dass Sie sich genau an die verordnete Behandlung halten und diese sorgfältig durchführen.

 

Was können Sie außerdem tun?

 

Pflegen Sie Ihre Haut sorgfältig sowohl während des Psoriasis-Schubs als auch in den erscheinungsfreien Intervallen. Als besonders vorteilhaft haben sich dabei harnstoffhaltige Präparate erwiesen oder rückbefeuchtende Cremes und Lotions, z. B. Cetaphil.

Stress wird immer wieder in Zusammenhang mit dem Auftreten von psoriatischen Hauterscheinungen gebracht. Eine gute seelische Verfassung wirkt sich positiv aus und erleichtert Ihnen den Umgang mit der Erkrankung. Suchen Sie eine Beschäftigung, die Ihnen Ausgleich verschafft. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren, wie z.B. autogenes Training.

Für viele Betroffene ist ein Klimawechsel im Urlaub vorteilhaft. Hochgebirge, Meeresklima an Nord- oder Ostsee oder auch das südliche Meeresklima sowie Sonnenbestrahlung in Maßen wirken sich oft günstig aus. Der Versuch, die möglichen Risikofaktoren eines Psoriasis-Schubs herauszufinden und zu vermeiden, kann dazu beitragen, dass die Anzahl der Schübe sinkt oder der Ausprägungsgrad gemildert wird.



 


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