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Rund 17 Milliarden Mark geben wir in Deutschland jedes Jahr für die Pflege und Reinigung der Haut aus, für Arzneimittel für die Haut übrigens nur rund 1 Milliarde! Kein Wunder also, dass wir heute eher das Problem von zu viel Hygiene haben. Das gilt auch für die aknegeplagte Haut. Verständlicherweise neigt man mit einer Akne dazu, alle möglichen Mittel auszuprobieren - und schießt dann leicht übers Ziel hinaus. Eigentlich braucht unsere Haut nicht viel, um gesund zu bleiben. Sie verfügt über einen natürlichen Schutzmantel, der vor allem aus dem Hautfett Talg besteht. Talg - der Hautarzt sagt Sebum - wird von Drüsen an den Wurzeln der Körperhaare produziert. Er verteilt sich als hauchdünner Film auf der Haut und hält sie schön feucht und geschmeidig. Zum Säubern reicht warmes Wasser und wenig Seife. Für alles andere sorgt die Haut schon selbst.
Kosmetikprodukte dürfen in nur sehr geringen Mengen medizinisch wirksame Stoffe enthalten, sodass die meisten bloß an der Oberfläche wirken.
Weil Probleme mit der Haut nicht auf, sondern in ihr bestehen, wirken Kosmetikartikel entweder gar nicht oder richten manchmal sogar Schaden an. Besonders dann, wenn die Haut "porentief rein" oder gar "keimfrei" gemacht werden soll. Es besteht die Gefahr, dass der natürliche Schutzmantel der Haut zerstört wird, und dadurch bekommt man noch mehr Pickel. Wer Akne hat, muss bei der Wahl der Pflege- und Reinigungsmittel also sehr vorsichtig sein.
Alle Welt erzählt es einem, und auch hier steht es wieder: Man soll seine Pickel bloß nicht selbst ausdrücken. Allerdings halten viele sich nicht daran, mit dem Ergebnis, dass sich die Pickel häufig erst so richtig entzünden. Was also tun?
Es gibt Kosmetikerinnen, die sich unter anderem auf die fachgerechte Aknebehandlung spezialisiert haben. Da schaut man am besten im Branchen- verzeichnis nach, fragt seinen Arzt oder seine Ärztin oder hört sich mal unter Freunden um.
Zwar werden die Dienste einer solchen Kosmetikerin in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen – es sei denn, eine solche Behandlung wird in der Praxis oder in einer Klinikambulanz mit als Teil der dermatologischen Behandlung angeboten. Bevor man aber bei einer schweren Akne selbst an sich herumdrückt und womöglich alles nur schlimmer macht, lohnt es sich vielleicht, hin und wieder etwas aus der eigenen Tasche zu investieren.
Eine kompetente Kosmetikerin drückt nicht einfach nur Pickel aus, sondern führt eine sorgfältige so genannte "Aknetoilette" durch. Das heißt, sie säubert die Haut nach allen Regeln der Kunst, bereitet sie durch Dampfbäder für die Behandlung der Mitesser und Pickel vor und pflegt sie danach mit beruhigenden Gesichtsmasken und desinfizierenden Wassern. Das tut nicht nur der Haut gut und beugt der Narbenbildung vor. Es ist einfach angenehm, sich einmal fachgerecht und sorgsam pflegen zu lassen. Eine Behandlung kostet zwischen 26 und 52 € – je nach dem, wie gründlich gearbeitet wird und wie lange eine Sitzung dauert.
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