Symptome bei Rosazea


Die ersten Symptome treten meistens im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf, ihre volle Ausprägung erreicht die Krankheit zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Ursprünglich wurde sie – unzutreffenderweise – als acne rosazea bezeichnet, denn sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Akne. Im Gegensatz zur Akne treten jedoch keine Mitesser auf. Bei ca. 3 Prozent der Rosazea-Patienten werden – unabhängig vom Schweregrad – die Augen in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge sind Bindehaut- und Lidrandentzündungen, trockene Augen und Hornhautentzündung.

 

Die Rosazea hat viele Gesichter: die Symptome reichen von leichten Rötungen im Wangenbereich bis hin zu starken Rötungen mit entzündlichen Papeln (Hautknötchen) im ganzen Gesicht. Insgesamt unterscheidet man je nach Schweregrad vier Stadien:

 

Im ersten Stadium ist insbesondere das mittlere Gesichtsdrittel (Nase, Wangen) betroffen. Es treten entzündliche Rötungen der Haut auf, die stunden- oder tagelang anhalten, begleitet von Blutwallungen und Hitzegefühl. Typisch sind außerdem sogenannte Teleangiektasien (Bildung von erweiterten Blutgefäßen). Die Haut brennt und juckt zudem manchmal – besonders bei Verwendung von Seife oder Waschlotionen, nach dem Auftragen von Parfums oder parfumhaltigen Cremes oder auch nach Sonnenbädern.  
     
Im zweiten Stadium kommen noch entzündliche Papeln und Pusteln hinzu, die einzeln oder ganzflächig auftreten können und über Wochen andauern. Wenn die Rosazea-Schübe verstärkt auftreten, breitet sich die Rosazea im schlimmsten Fall über das ganze Gesicht bis hin zur Kopfhaut aus.  
     
Im dritten Stadium kann es zu entzündlichen Knoten und flächigen Einlagerungen kommen. Die Haut ist großporig und entzündlich verdickt. Sie ähnelt dann der Schale einer Orange und wird auch als "peau d’orange" bezeichnet.  
     

Vom vierten Stadium sind hauptsächlich Männer betroffen. Die entzündlichen Knoten und Einlagerungen können sich mit den Jahren vermehren. Vor allem im Bereich der Nase kann sich Bindegewebe vermehren und die Talgdrüsen vergrößern und sich ein sogenanntes Rhinophym bilden.
 

In allen vier Stadien macht der kosmetische Aspekt den Patienten am meisten zu schaffen. Deshalb ist es wichtig, unnötige Reize, sogenannte Triggerfaktoren, zu kennen und auszuschalten.

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